TOKAJ

GESAMTFLÄCHE DER WEINGEGEND IN HA

NACH DER ERFASSUNG DER BERGSIEDLUNG

ANZAHL DER ZUR WEINGEGEND GEHÖRENDEN GEMEINDEN

Geographische Lage

Die einzigartigen Weinbaugegebenheiten, die mehrere Jahrhunderte alte Kulturschaffungsfähigkeit und den Kulturwert des Tokajer Weingebietes hat das Komitee von UNESCO für Weltkulturerbe im Jahre 2002 mit der Auszeichnung für Weltkulturerbe anerkannt, deren Natur- und Humanressourcengrundlagen nachfolgend sind: – das Klima, das Mikroklima der Region, welches die Flüsse (Bodrog, Theiss) der Region bzw. die auf deren Spuren entstehenden wässrigen, sumpfigen Gebiete bedeutend beeinflussen; bezüglich des Mikroklimas ist die regelmässige Ausgestaltung der die Aszúbildung fördernden Wetterbedingungen im Herbst ausserordentlich wichtig – das Relief des Weingebietes ist klimatisch am südlichen, südöstlichen Rand des Zemplén Gebirges geschützt; die sehr abwechslungsreiche, vulkanische Gestein- und Bodenzusammensetzung der hier befindlichen Standorte und Gehänge. Die Höhe ü.d.M. der Plantagen erreicht 100-300 m.

NIEDERSCHLAGSMENGE IN MM

SONNENSTUNDEN IN JAHR/STUNDEN

JAHRESMITTELTEMPERATUR IN °C

Klima

Tokaj verfügt über ein auf der Welt einzigartiges Mikroklima, was besonders günsitg für die Aszúbildung ist und dadurch hat hier die Herstellung der natürlichen süssen Weine sowie der trockenen Weissweine von hoher Qualität eine ins XVI. Jahrhundert zurückreichende Tradition. Der Anfang von den Monaten August und September ist im allgemeinen noch trockener, als die Weintrauben sukzessiv in die Phase der vollständigen Reife tritt, dann auf die Wirkung der Überreifung beginnt die Haut der Beeren zu runzlen. Danach kommt regelmässig ein niederschlagreiches Wetter, was für die zur Aszúbildung nötige Infektion Botrytis cinerea günstig ist.
Die Anzahl der Sonnenstunden erreicht in der Vegetationszeit 1400 bis 1500 Stunden, die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 525 mm. Tokaj-Hegyalja ist eine der Weingegenden der Welt, in der die günstige Wirkung von Botrytis cinerea geltend wird, was von unseren Vorgängern Edelfäule genannt wurde. Während der Edelfäule startet das Botrytis cinerea nach Vermehrung auf den reifen Trauben einen ganz bersonderen Überreifungsprozess. Von der Edelfäule verlieren die Beeren den bedeutenden Anteil ihres Wassergehaltes und erreichen eine hohe Zuckerkonzentration (55-65 %), bis die Erhöhung des Säurengehaltes niedriger ist, da die Edelfäule eine natürliche Säurenverminderung verursacht. Gleichtzeitig reicht aber die Edelfäule, das Botrytis den Wein in seinem Aromencharakter, wobei honige, frische und an gedörrte Früchte (Linde, Akazie, Aprikose und Quitte) erinnernde Dufte aus den von Edelfäule betroffenen Weintrauben in den Tokajer Weinen entstehen.

Boden

Für einen wichtigen Faktor gilt auch die Wirkung des Grundgesteines und des Bodens in der Qualität der Tokajer Weinspezialitäten und Weine. Das Ergebnis der Vielfältigkeit des vulkanischen Gesteines des Zemplener Gebirges und deer Decktuffe ist diese geologisch aussserordentlich abwechsungsreiche Anbaufläche. An einigen Stellen sind sogar drei verschiedene Sorten von Tuffgrus zu finden, plus die Tiefe der Bodenschicht beeinflusst auch die Lebensbedingungen der Weintraube. Die brühmtesten geschichtlichen Gehänge des Tokajer Weingebietes liegen im allgemeinen höher, sie enthalten Tuffgrus und sonstige Geschütte auch.
Hier sind die Boden durch die Zersetzung der Mineralien noch reicher an Kalium, Magnesium und vielen sonstigen Suprenelementen. Etwa 5 % der Gegend – z.B. die Umgebung von Tarcal, Tokaj – ist vom Löss bedeckt, welcher sich schneller aufwärmt und so fängt auch die Vegetationsperiode früher an. Diese Gegebenheiten sind neben anderem grössen Weingegenden der Welt für die Heinherstellung ausgezeichnet geeignet, selketiert je Gehänge auch. Die Bodenverhältnisse haben bei zahlreichen Posten eine direkte Wirkung auf die Weinqualität durch die im Wein erschinenden Mineraliengeschmäcke.

Gezüchtete Rebsorten

Weiss: Furmint, Hárslevelü (Lindenblättriger), Köverszölö (Dicke Traube), Goher, Saraga muskotaly (Gelber Muskateller) und Zeta